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Hashimoto zwischen Fakten und Gefühl – und warum ich aufgehört habe, mich entscheiden zu müssen

  • Autorenbild: petersen1962
    petersen1962
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Zwischen Medizin und Medical Medium – und dieses Wort: Kampf



Dieses Wort hat mich lange gestört.


Kampf.


Mein Körper kämpft gegen sich selbst.

Mein Immunsystem greift mich an.

Meine Schilddrüse ist mein Feind.


Ich war doch schon so müde vom Kämpfen.


Im Außen hatte ich längst genug Schlachten geführt.

Familie.

Arbeit.

Verantwortung.

Stark sein.

Durchhalten.


Und dann sollte ich auch noch in mir drin kämpfen?




Als ich angefangen habe zu recherchieren, wollte ich vor allem eins: verstehen.


Ich habe medizinische Fachartikel gelesen.

Ich habe mich mit Werten beschäftigt.

Mit Hormonen.

Mit Entzündungsprozessen.


Die Schulmedizin beschreibt Hashimoto-Thyreoiditis als Autoimmunerkrankung.

Das Immunsystem greift Schilddrüsengewebe an.

Punkt.


Klar.

Sachlich.

Logisch.


Und gleichzeitig fühlte es sich kalt an.


Dann bin ich auf andere Stimmen gestoßen.

Unter anderem auf Anthony William.

Dort war nicht von Angriff die Rede.

Sondern davon, dass der Körper für mich kämpft.

Dass vielleicht Viren wie das Epstein-Barr-Virus eine Rolle spielen.

Dass mein System nicht mein Feind ist.


Das fühlte sich weicher an.

Tröstlicher.


Und ich stand zwischen zwei Welten.


Zwischen nüchterner Medizin und einer energetischen Deutung,

die meinem Herzen näher war.


Ich habe gemerkt:

Ich will mich nicht entscheiden müssen.


Ich will verstehen.

Und fühlen.

Ich habe diese unterschiedlichen Erklärungen nicht als Gegensätze betrachtet.

Sondern als Teil meiner eigenen Suche.


Nicht jede Theorie musste ich übernehmen.

Aber ich durfte prüfen, was mein System beruhigt – und was nicht.


Hinweis: Dieser Blogartikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bitte besprich gesundheitliche Fragen immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.


Irgendwann wurde mir klar:

Es geht mir gar nicht darum, wer recht hat.


Es geht darum, welches Bild mein Nervensystem beruhigt.


„Mein Körper greift sich selbst an“

macht Enge.


„Mein Körper kämpft für mich“

macht Druck.


Beides aktiviert Alarm.


Und dann kam dieses dritte Wort:


Überforderung.


Das war keine Anklage.

Es war einfach wahr.


Mein Leben war über Jahre zu viel gewesen.

Zu viel Verantwortung.

Zu viel Anpassung.

Zu wenig ich.


Schlafstörungen.

Schwindel.

Stimmungsschwankungen.


Mein Körper hat gesprochen.

Lange bevor eine Diagnose kam.



Ich habe weiter Werte kontrolliert.

Ich nehme medizinische Begleitung ernst.

Ich lese.

Ich hinterfrage.


Und gleichzeitig habe ich begonnen, nicht mehr alles als Problem zu sehen.


Was ich nie laut erzählt habe:

Ich hatte jahrelang Obst fast gemieden.

Zu viel Zucker.

Zu viele Regeln im Kopf.


Irgendwann, lange bevor ich viel darüber gelesen habe,

begann ich wieder Bananen und Birnen zu essen.


Und etwas in mir entspannte sich.


Es war nichts Dramatisches.

Kein Wunder.

Aber mein Körper fühlte sich weniger im Mangel an.


Vielleicht war es nicht das Obst allein.

Vielleicht war es die Erlaubnis.


Nicht alles kontrollieren zu müssen.

Nicht alles optimieren zu müssen.

Vielleicht war es Erlaubnis.

Vielleicht alles zusammen.




Der eigentliche Wendepunkt war ein anderer.


Ich habe erkannt, wie oft ich die Bedürfnisse anderer vor meine gestellt habe.

Und als ich mir vorgestellt habe, das zu ändern, kamen drei Gefühle gleichzeitig:


Erleichterung.

Angst.

Schuld.


Angst, nicht mehr geliebt zu werden, wenn ich nicht mehr funktioniere.


Ich habe mir leise gesagt:

Ich darf geliebt werden, auch wenn ich nicht funktioniere.


Tränen.

Weite im Brustraum.

Ein Wort: Frieden.


Nicht Heilung.

Nicht Lösung.

Frieden.



Heute stehe ich nicht mehr zwischen Medizin und Spiritualität.


Ich nehme beides mit.

Die Klarheit der Werte.

Und die Sprache meines Körpers.


Ich glaube nicht mehr, dass meine Schilddrüse ein Schlachtfeld ist.

Ich glaube, sie war lange loyal.

Und irgendwann überfordert.

Und vielleicht wollte sie nicht kämpfen.

Sondern mich daran erinnern, dass ich nicht mehr gegen mich leben muss …


Was Hashimoto mir gezeigt hat


Meine Schilddrüse ist kein Feind.

Sie ist sensibel.


Sie reagiert auf Daueranspannung.

Auf ein Leben, das zu lange im Außen stattgefunden hat.

Auf ein Ich schaffe das schon, das nie Pause hatte.


Ich glaube heute nicht mehr, dass mein Körper gegen mich arbeitet.


Ich glaube, er hat mich irgendwann geschützt.

Indem er mich gestoppt hat.



Ich lebe immer noch mit Hashimoto.

Ich nehme das ernst.

Ich lasse Werte kontrollieren.

Ich kümmere mich.


Doch ich kämpfe nicht mehr.


Ich frage mich stattdessen:


Fühlt sich mein System sicher an?


Und manchmal ist die Antwort ganz schlicht.

Früher ins Bett gehen.

Etwas absagen.

Mich nicht erklären.

Obst essen.

Atmen.


Kein großes Konzept.

Kein Heldinnenweg.


Nur ich.

Ein wenig weicher als früher.


Und vielleicht beginnt genau dort

eine andere Art von Kraft …


In Verbundenheit, Heike


Was mich auf meinem Weg begleitet hat


Ich habe gelesen. Geforscht. Gesucht.

Manches hat mich beruhigt.

Manches habe ich wieder losgelassen.

Wenn du magst, nimm dir, was dich stärkt – und lass alles andere in Ruhe weiterziehen …


Einige Links sind Affiliate-Links.

Für dich bleibt alles beim Alten.


Bücher die meine Suche begleitet haben.


  1. Anthony William / Heile deine Schilddrüse

  2. Sandra Roszewski / Thyroid Secrets Die Seelenthemen der Schilddrüse

  3. Elnora Voss: Mein Hashimoto. Mein Leben.


Nicht als Wahrheit.

Sondern als Teil meines Weges





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